Das Projekt

Das Münchner Architekturbüro „Atelier Achatz Architekten“, spezialisiert auf Theaterbauten, hat 2014/15 erstmals Pläne für die Sanierung des Staatstheaters erstellt.

Die Baumaßnahme sieht die Sanierung des Großen Hauses (Bauteil 1), sowie den Abriss des Bestandes und Neubau des gesamten Nord-Traktes (Bauteil 2) vor. Zum Bauteil 2 gehören Werkstätten, Proberäume, Lagerflächen und Büros für die Verwaltung. Zudem sollen ein neuer Technikkeller und ein neues „Kleines Haus“ auf dem Platz an der Volkhartstraße entstehen.
Eine erste Grobkostenschätzung der Sanierungskosten lag 2014 bei rund 235 Millionen Euro für das Gesamtprojekt. Mit dem Grundsatzbeschluss I vom Juli 2015 konnten Einsparungen festgelegt werden, ohne das Konzept inhaltlich zu ändern. Dadurch konnte eine Reduzierung der Sanierungskosten auf rund 189 Millionen Euro erreicht werden. Mit dem Grundsatzbeschluss III von 2016, hat der Stadtrat die Konzeptplanung „Generalsanierung und Neubau Staatstheater Augsburg“ mit einem Kostenrahmen von 186,3 Mio. Euro für Bauteil 1 und Bauteil 2 beschlossen.
Während die Kostenberechnung mit 113,5 Mio. Euro für die Sanierung des Großen Hauses steht und sich noch im Kostenrahmen befindet, hat sich im Jahr 2019 nach Vorlage des Vorentwurfs für das Bauteil 2 dargestellt, dass der auf einer Kostenprognose des Architekten beruhenden und vom Stadtrat 2016 vorgegebene Kostenrahmen von 72,8 Mio. Euro für das Bauteil II nicht gehalten werden kann. Architekt, Baureferat, Kulturreferat und Staatstheater haben daher im Jahr 2019 eine kostenoptimierende neue Planungsvariante für das Bauteil 2 mit Einsparungsvorschlägen erarbeitet, ohne die Funktionalität des künftigen Theaters oder die Belange der Bürgerbeteiligung einzuschränken.
Diese neue Planungsvariante führte zu einer Kostenprognose von 92,3 Mio. Euro, die im Juli 2019 im Stadtrat erläutert wurde. Mit dem Ziel, einen belastbaren Planungsstand und eine aussagefähige Kostenschätzung zu erhalten, wurde auf der Basis der vorliegenden Variante die Vorentwurfsplanung für Bauteil 2 weiter vertieft durch Architekt und Fachplaner ausgearbeitet.
Nach Abschluss der Wiederholung der Vorentwurfsplanung für die neue Planungsvariante beläuft sich die Kostenschätzung auf 115 Mio. Euro.
Die bauliche Sanierung des Großen Hauses soll im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Eine bauliche Fertigstellung des Betriebsgebäudes und des „Kleinen Hauses“ wird für Ende 2026 angestrebt.
Die vorbereitenden Arbeiten zur Theatersanierung begannen im September 2017 mit den archäologischen Grabungen und den Schadstoffuntersuchungen.
Die baulichen Maßnahmen am Großen Haus konnten mit der Baubeginnsanzeige vom 01. Januar 2019 begonnen werden. Im März 2019 wurde eine Baustellencontaineranlage errichtet.
Viele erste Maßnahmen wie Schadstoffuntersuchungen, der Rückbau der Bühnentechnik, der nicht-statische Abbruch und die Sicherung schützenswerter Einrichtungsgegenstände oder Bauteile wurden sich im Inneren des Großen Hauses durchgeführt. Mit dem Rückbau der „brechtbühne“ und der Probenbühne ab Mai 2019 starteten dann die ersten von außen sichtbaren Bauarbeiten. Die Abbruch- und Rückbauarbeiten werden voraussichtliche noch bis Ende 2020 andauern. Im weiteren Bauverlauf wird das Große Haus statisch ertüchtigt, die Brandschutzmängel behoben, die gesamte Elektrotechnik, Gebäudetechnik sowie die Theatertechnik erneuert. Parallel dazu wird das Bauteil II mit seinen Werkstätten, Probebühnen, Lagerflächen und Büros für die Verwaltung und die Multifunktionsspielstätte „Kleines Haus“ neu errichtet.

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